VERKAUF VON IMMOBILIEN AUF DEN KANAREN

Auf den Kanaren ist bekanntlich immer Saison und der Bedarf an Wohnraum steigt kontinuierlich. Wenn Sie darüber nachdenken zu verkaufen, wird Sie nachfolgender Artikel sicherlich interessieren.

Die nachstehend zusammengefassten und vereinfachten Informationen erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch ersetzen sie eine professionelle Beratung, sondern sollen als Denkanstoß dienen. 

Ricardo Lucio, Rechtsanwalt, Lawyer, Abogado, 928 76 25 03 unterstützt Sie gerne!

WARUM VERKAUFT MAN EINE IMMOBILIE?

a) Man braucht das Geld

b) Man hatte Streit mit Verwaltung, Nachbarn etc. und will dort nicht mehr leben

c) Es reicht mit Betrügereien und Abzocke dieser Eigentümergemeinschaft

d) Aktuelle oder zukünftige Kosten (z.B. Reparaturen) nicht mehr leistbar

e) Wertverlust der Immobilie als Investition

f) Aus Angst vor Gläubigern

g) Damit die verhassten Erben nichts oder weniger erben

h) Um die hohe spanische Erbschaftssteuer zu vermeiden

 

WIE VIEL GELD KANN ICH AUS DEM VERKAUF ERWARTEN?

Der Preis wird generell von der aktuellen Marktsituation bestimmt. Nach dem Hoch in den Jahren 2007/2008, sind die Preise enorm gesunken. Es ist heute also irrelevant wie viel Sie einmal dafür gezahlt haben oder wie sehr Sie Ihren Besitz lieben. Auch wenn Sie viel hineingesteckt haben, in Luxus Updates investiert haben, oder gar (ohne Baugenehmigung) Renovierungen vorgenommen haben, muss sich das nicht unbedingt im Preis wiederspiegeln. Am besten informieren Sie sich bei erfahrenen Immobilienmaklern. Machen Sie sich nicht verrückt mit Objekten die in Ihrer Nähe zu Phantasiepreisen angeboten werden. Letztendlich bestraft der Markt Sie indem Sie Ihre Immobilie nicht los werden, aber weiter die laufenden Kosten bezahlen müssen, und das alles mit der Gefahr, dass die Preise weiter fallen.

 

WIE FINDET MAN EINEN KÄUFER?

1. An erster Stelle sind ganz klar die Immobilienmakler zu nennen da sie den Markt kennen, oftmals einen Kundenstamm haben, über breitgefächerte Werbemittel verfügen, Verkaufstalent besitzen, kompetent auf Fragen bei Besichtigungen antworten werden, und noch viel mehr tun, um einen reibungslosen und raschen Ablauf zu gewährleisten. Und es kostet nichts, wenn sie keinen Käufer finden.

2. Das Internet und auch die Printmedien sind ein guter Weg Ihre Immobilie anzubieten. Vor allem im Internet gibt es zahlreiche Plattformen, die sich ausschließlich den Immobilien widmen.

3. Ganz klar darf man nicht auf den eigenen Freundes, -Bekannten- und Kollegenkreis vergessen. Je mehr Leute Bescheid wissen, umso höher Ihre Chancen. Gegebenenfalls erwähnen Sie, dass Sie sich bei einer erfolgreichen Vermittlung gerne erkenntlich zeigen.

 

VERKAUF IM FAMILIENKREIS

Um die hohen Kosten einer Erbschaft zu umgehen, wird gerne der Verkauf an ein Familienmitglied ins Auge gefasst. Da allerdings Steuern und Kosten für beide Parteien anfallen, muss man jeden konkreten Fall genau kalkulieren ob sich dieser Weg wirklich lohnt.

 

VORBEREITUNG DES VERKAUFS

Die ersten Schritte sind getan und es gibt auch schon einige Interessenten. Bevor Sie Fotos machen, oder eine Besichtigung terminieren, sollten Sie das Objekt unbedingt auf Vordermann bringen. Putzen, streichen, kleine Reparaturen, aufräumen fall Sie noch dort wohnen, oder alles entfernen, was nicht verkauft werden soll.

Halten Sie auch alle notwendigen Papiere bereit. Urkunden, Verträge, Quittungen, Rechnungen… Sowohl Rechtsanwalt als auch Immobilienmakler informieren Sie darüber in jedem konkreten Fall.

 

KOSTEN DES VERKÄUFERS

Dass der Käufer Kosten hat ist klar, aber auch auf den Verkäufer kommt etwas hinzu:

a) Grundsteuer (IBI)

b) Wertzuwachssteuer (plusvalía)

c) Gewinnsteuer

d) Honorare für Immobilienmakler und Rechtsanwalt

 

(VOR)VERTRÄGE

Ohne einen Anwalt konsultiert zu haben, der die Verträge geprüft hat, UNTERSCHREIBEN SIE KEINESFALLS.

Private Verträge werden meist fehlerhaft aufgesetzt und können immensen Schaden anrichten, wobei oftmals auch gar keine betrügerische Absicht dahintergesteckt hat.. Also Hände weg, wenn man nicht genau weiß, was man tut.

 

Bei einem Maklervertrag vermeiden Sie Exklusivverträge und zu lange Vertragsfristen. Lassen Sie den Vertrag am besten von einem Anwalt aufsetzen, aber in jedem Fall prüfen. Sollten Sie nicht immer auf der Insel, kann der Anwalt in Ihrem Namen auftreten, verhandeln und den Verkauf abschließen sowie die Steuern und alle bürokratischen Schritte abwickeln.

 

SCHWARZGELD

 

Es ist illegal auch nur einen Teil des Verkaufs „unter dem Tisch“ zu machen. Das Finanzamt kontrolliert ob der Preis angemessen ist. Sollte dem nicht so sein, wird im besten Fall eine Steuernachzahlung gefordert, im schlimmsten Fall eine saftige Strafe verhängt.