EIGENTUM AUF DEN KANAREN

Wollen Sie sich endlich den Traum der eigenen vier Wände auf der Insel erfüllen? Werfen Sie vor dem Erwerb Ihrer Traumimmobilie einen Blick auf diese Checkliste:

Die nachstehend zusammengefassten und vereinfachten Informationen erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch ersetzen sie eine professionelle Beratung, sondern sollen als Denkanstoß dienen.

Ricardo Lucio, Rechtsanwalt, Lawyer, Abogado, 928 76 25 03 unterstützt Sie gerne! 

KANN ICH MIR DEN KAUF EINER IMMOBILIE FINANZIELL ERLAUBEN?

Auch nach dem Kauf gibt es Kosten: Nicht-Residenten-Eigennutzungssteuer, Grundsteuer, ordentliche und außerordentliche Umlagen der Eigentümergemeinschaft, Reparaturen, Wasser, Strom, etc.

Überprüfen Sie, ob eine Gebäudesanierung ansteht. Diese kann tausende Euro kosten. Sollten Sie an eine Vermietung des Appartements denken, bedenken Sie, dass die selbstständige touristische Vermietung verboten ist (Strafe: 9.000 Euro). Sollten Sie das investierte Geld wieder brauchen, könnte es lange dauern bis Sie es wieder zur Verfügung haben. Der Verkauf kann sich über mehrere Monate erstrecken.

 

SICHER KAUFEN - ABER MIT WEM?

Kontaktieren sie mehrere Makler und suchen Sie auch selbst nach geeigneten Objekten. Sehen Sie sich um, nehmen Sie sich Zeit, planen Sie den Kauf. Ein Immobilienmakler hilft Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie, aber er ist kein Jurist. Unterschreiben Sie deshalb keine von ihm oder dem Verkäufer aufgesetzten Verträge, wenn Ihr Anwalt diese vorher nicht geprüft hat!

Wenn Sie den Kauf mit Hilfe eines Rechtsanwalts und bei einem Notar und abwickeln, sind sie auf der sicheren Seite. Engagieren Sie einen Rechtsanwalt (Abogado), der Sie beim Kauf berät. Er erstellt und/oder prüft alle Verträge, kümmert sich um den Immobiliencheck, die entsprechenden Steuererklärungen und erledigt die Eintragung ins Grundbuch. Ein privater Kaufvertrag ist wohl gültig, kann aber nicht im Grundbuchamt eingetragen werden. Errichten Sie den Kaufvertrag daher vor einem Notar.

Auch bei gerichtlichen Versteigerungen ist es angebracht sich von einem Rechtsanwalt unterstützen zu lassen.

 

WAS SOLLTE VOR EINEM KAUF GEPRÜFT WERDEN?

Wurde die Immobilie legal gebaut? (urban, ländlich, touristisch, Küstengebiet)  

Energiebescheinigung der Immobilie vorhanden? (seit 2013 gesetzlich vorgeschrieben)

Schulden bei der Eigentümergemeinschaft? (der Käufer haftet ab 2013 für die Schulden der letzten 3 Jahre)

Schulden bei der Gemeinde (Grundsteuer, Müllabfuhr)?

Hypothek/Pfändungen auf der Immobilie?

Ist der Verkäufer Resident? (Käufer haftet für die Zahlung der Wertzuwachssteuer)

Ist die Immobilie für den beabsichtigten Zweck nutzbar (wohnen, Geschäft, usw.)?

Ist die Elektroinstallation an die geltende Gesetzgebung angepasst und gibt es einen „Boletín de instalaciones eléctricas“? (hohe Kosten für die Sanierung der Elektroinstallation)

Stammt die Immobilie aus einer Erbschaft, muss die korrekte Bezahlung der Erbschaftssteuer geprüft werden (Käufer haftbar)

Gibt es Statuten oder eine Hausordnung in der Eigentümergemeinschaft, die dem Käufer Unannehmlichkeiten verursachen könnten? (Etwaige Verbote)

Ist die Eigentümergemeinschaft pleite oder hoch verschuldet? ( schlechte Dienstleistungen geben, höhere Umlagen)

Laufen relevante Klagen gegen die Eigentümergemeinschaft?

Ist die Eigentümergemeinschaft zerstritten? 

Gibt es einen Wasser-, Strom- und Telefonanschluss, sowie eigene Zähler?

 

WELCHE KOSTEN KOMMEN AUF MICH ZU?

Die folgenden Kosten stellen gesamt etwa 10 % des Kaufpreises dar:

Grunderwerbssteuer

Notarkosten

Rechtsanwalt

Grundbuch

Die Kosten für den Makler betragen etwa 5 Prozent.

 

MUSS ICH RESIDENT ZU SEIN , UM EINE IMMOBILIE ZU KAUFEN?

Nein. Sie benötigen jedoch eine spanische Steuernummer, die man bei der Policía Nacional oder bei einem spanischen Konsulat beantragen kann.

 

DARF MAN EINEN TEIL DES PREISES "SCHWARZ" ZAHLEN?

Nein. Das ist illegal und kann bestraft werden. Manche versuchen einen Teil des Preises schwarz zu zahlen, sei es wegen der niedrigeren Grunderwerbssteuer oder um Schwarzgeld zu „waschen“. Bei einem Wiederverkauf müssen Sie eine höhere Gewinnsteuer zahlen, die dann genauso hoch ist, wie wenn Sie den gesamten Preis im Kaufvertrag angegeben hätten. Das kanarische Finanzamt kontrolliert auch, ob der angegebene Preis glaubwürdig ist. Ist dies nicht der Fall, kann eine Steuernachzahlung gefordert werden.